Skip to main content

Schnittschutzkleidung | Schnittschutzhose, Handschuhe, Stiefel

Schnittschutzkleidung

© AK-DigiArt

Was früher als unvermeidbare Unfälle bei der Arbeit galt, ist heute eine durchaus vermeidbare Angelegenheit. Wer mit Kettensägen oder ähnlichen Werkzeugen arbeitet, setzt sich einem nicht kalkulierbaren Risiko aus. Wie Du dir sicher vorstellen kannst, kann eine Kettensäge mühelos harte Baumstämme durchsägen – ein Bein, ein Arm oder andere Körperteile sollten das aber nicht sein.

Kein Wunder also, dass es in verschiedenen Hand- oder Forstwirtschaftlichen Berufen bestimmte Vorschriften gibt, ohne diese man nicht zur Arbeit antreten darf. Dazu gehört beispielsweise die Arbeit eines Forstarbeiters im Wald. Dieser hat geprüfte und ausgewählte Schnittschutzkleidung zu tragen.

Für Private Zwecke trifft das natürlich nicht zu. Dennoch sollte man auch dort ausreichende Schnittschutzkleidung tragen um schlimmere Unfälle zu vermeiden.

Was gehört zu einer ordentlichen Schnittschutzausrüstung?

Waldarbeiter besitzen meist eine komplette Schnittschutzausrüstung. Diese besteht im wessentlichen aus einem Forsthelm mit Visier, Schnittschutzhandschuhe, Jacke und Stiefel sowie der Forsthose. Für den Privaten Gebrauch reicht es allerdings oft aus, nur die wichtigste Schnittschutzkleidung zu tragen. Das wären in erster Linie: Schnittschutzhose, Schnittschutzstiefel und Handschuhe.

Die beliebtesten Schnittschutzhosen:

Modell Preis
1 Schnittschutzhose Pfanner, Klasse 1 - 1 Schnittschutzhose Pfanner, Klasse 1

304,69 €

inkl. 19% gesetzlicher MwSt.
DetailsNicht Verfügbar
2 Stihl Schnittschutzhose ECONOMY PLUS - 1 Stihl Schnittschutzhose ECONOMY PLUS

94,69 €

inkl. 19% gesetzlicher MwSt.
DetailsAnsehen*
3 Profi Schnittschutzhose KWF - 1 Profi Schnittschutzhose KWF

54,99 €

inkl. 19% gesetzlicher MwSt.
DetailsAnsehen*

Die Schnittschutzhose ist ein absolutes „must have“ und gehört zu jeder Schnittschutzausrüstung mit dazu. Ohne Ausnahme! Diese können wie bereits oben beschrieben, entweder einen verzögerten oder einen blockierenden Schnittschutz haben. Unterschieden werden sie üblicherweise nach Formen und Klassen, worauf wir später noch genauer eingehen werden. Gebräuchlich sind allerdings meist Hosen der Form A (Schnittschutz im Vorderbein). Hosen, welche die Form C haben, werden meist für Arbeiten bei der Feuerwehr angewendet (Rundum Schnittschutz).

Schnittschutzstiefel

Auch die Schnittschutzstiefel sind ein „must have“ und sollten in keinem Fall vernachläsigt werden. Das gilt besonders für Private Zwecke, wenn man Z.b Holz im Garten herstellen möchte. Bei den Schnittschutzstiefeln können lederne Stiefel oder solche aus Gummi gewählt werden. Im vorderen Bereich und in der Zunge der Schnittschutzschuhe befindet sich meist ein verzögerter Schnittschutz. Waldarbeiter hingegen benötigen zusätzlich einen durchtrittssicheren Stiefel, oft auch einen, der Chemikalien oder allgemein Flüssigkeit nicht durchlässt.

Die beliebtesten Schnittschutzstiefel:

Modell Preis
1 STIHL Motorsägen-Gummistiefel ECONOMY - 1 STIHL Motorsägen-Gummistiefel ECONOMY

89,80 €

inkl. 19% gesetzlicher MwSt.
DetailsAnsehen*
2 Schnittschutzstiefel Forststiefel Novo Boot - 1 Schnittschutzstiefel Forststiefel Novo Boot

52,00 €

inkl. 19% gesetzlicher MwSt.
DetailsAnsehen*
3 Herren Schnittschutzstiefel HAIX – Protector Light - 1 Herren Schnittschutzstiefel HAIX – Protector Light

179,90 €

inkl. 19% gesetzlicher MwSt.
DetailsAnsehen*

Welche Schnittschutzjacken gibt es?

Stihl Economy Plus Forstjacke

56,98 €

inkl. 19% gesetzlicher MwSt.
DetailsAnsehen*

Schnittschutzjacken bestehen ähnlich wie die Schnittschutzhose auch, aus Schnittschutz-Einlagen welche im inneren der Jacke vernäht werden. Diese befinden sich meist in der Brust, im Kragen, im oberen Rückenbereich, in den kompletten Ärmeln und häufig auch im Bauchraum. Wer einer Tätigkeit nachgeht, in der beispielsweise über dem Kopf gearbeitet werden muss, der wird so eine Schnittschutzjacke benötigen.

Beispielsweise auch bei Hubsteigerarbeiten. Im Privaten Gebrauch verzichtet man hingegen gerne mal auf die Jacke, aber auch diese gehört eigentlich zu einer guten Schnittschutzasrüstung mit dazu.

Gerade in Berufen wo täglich mit Kettensägen hantiert wird, ist es besonders wichtig eine Schnittschutzjacke zu tragen. Wald – und Forstarbeiter oder Feuerwehren benötigen diese grundsätzlich und nahezu jeden Tag. Beispielsweise bei Windbruchschäden zum beseitigen oder Stutzen von umgestürzten Bäumen. Außerdem sind Fostjacken anders als für den Heimwerker zuhause, im gewerblichen Bereich gesetzlich vorgeschrieben.

Die Schnittschutzhandschuhe als perfekte Ergänzung!

Wie man es sich bereits denken kann, auch die Schnittschutzhandschuhe gehören zu einer Ordentlichen Schnittschutzausrüstung 🙂 . Dabei werden die Schnittschutzeinlagen häufig am Handrücken eingearbeitet und verfügen oftmals über eine spezielle Verarbeitung. So können beispielsweise Heftige Stöße bei einigen Handschuhen absorbiert und abgefedert werden. Das ist besonders dann sinnvoll, wenn mit einer Axt oder einem Beil gearbeitet wird. Preislich unterscheiden sie sich nur wenig. Mit etwa 15 – 40 Euro bekommt man bereits gute Handschuhe.

Wie funktioniert die Schnittschutzkleidung?

Schnittschutzkleidung

© AK-DigiArt

Die meisten der Schnittschutzbekleidungen, hierzu zählen Schnittschutzhose, Jacke und Handschuhe, verfügen über sogenannte Schnittschutz-Einlagen. Diese haben die wichtige Aufgabe, die Kette der Motorsäge schnellst möglich zum Stillstand zu bringen und den Menschen vor Verletzungen zu schützen. Dabei unterscheidet man die Schnittschutzkleidung im Grunde genommen in zwei verschiedene Arten von Schnittschutz.

Beide Arten haben unterschiedliche Funktionen und verhindern oftmals schlimme, gar lebensbedrohliche Unfälle. Zwar gewähren Schnittschutzbekleidungen wie Schnittschutzhosen keinen 100-prozentigen Schutz, verhindern wie gesagt aber gröbere und schlimme Unfälle.

Der Blockierende Schnittschutz:

Bei Schnittschutzhosen kommt meist der blockierende Schnittschutz zum Einsatz, welcher aus einer Art Kissen besteht und in die Hose eingenäht wird. Diese Kissen bestehen wiederum aus mehreren Lagen. Diese widerum bestehen dann aus so genannten Polymerfäden, welche stark miteinander verwebt und verklebt werden. Sollte nun der unerwünschte Fall eintreten und die Kettensäge mit der Hose in Berührung kommen, so zerreißt es logischerweise erst einmal den oberhalb liegenden Stoff der Schnittschutzhose. Anschließend treffen die Säge, bzw. die Zähne der Kettensäge, auf die Schnittschutzeinlage. Diese ziehen nun einzelne Fäden aus dem Gewebe heraus. Die Fäden werden nun von der Kette zum Antriebsritzel weiter transportiert, verheddern sich und blockieren das Antriebsrad. Die Kreis- oder Kettensäge kommt zum Stillstand und ein tieferes einschneiden bis hin zur Haut und den Knochen wird verhindert.

Der Verzögernde Schnittschutz:

Dieser Schnittschutz wird nicht allzu häufig in Betrieben eingesetzt, denn er wirkt nur, wenn es wirklich nur darum geht, die auslaufende Säge zu stoppen. Läuft der Motor noch mit voller Kraft, schafft es der verzögerte Schnittschutz meist nicht, diesen zu stoppen. Ziel ist es, die Kette zum Stillstand abzubremsen bevor er vollständig zerschnitten wurde.

Was kostet die Schnittschutzkleidung?

Diese Frage ist leider nicht einfach zu beantworten. Viele Faktoren spielen eine wichtige Rolle bei der Wahl der geeigneten Schnittschutzhose, Schnittschutzstiefel oder den Schnittschutz-Handschuhen. In erster Linie geht es darum, für welchen Zweck beispielsweise eine Schnittschutzhose benötigt wird. Wer nur mal ab und zu im Garten das Brennholz für den nächsten Winter herstellen möchte, benötigt nicht unbedingt eine Schnittschutzhose für 300 Euro. Einfache Schnittschutzhosen für den gelegentlichen Gebrauch gibt es schon bereits für kleines Geld. Zwischen 50 – 100 Euro bekommt man schon ganz gute Schnittschutzkleidung bzw. Schnittschutzhosen oder auch ein komplettes Schnittschutz Set.

Worauf beim kauf zu achten ist?

Zunächst ist es wichtig zu wissen was Formen und Klassen bedeuten. Dabei entscheidet man grundsätzlich zwischen der Form A, der gängigsten Form und der Form B und C, den eher seltenen Formen.

Schnittschutzhose

© AK Digiart

Die jeweiligen Buchstaben geben den Bereich an, an dem der Schnittschutz angebracht ist. Die Form A ist besonders verbreitet, da der Schnittschutz, bzw. die Schnittschutzeinlagen an der Vorderseite angebracht sind und somit für ausreichend Bewegungsfreiheit sorgen.

Laien können sich auch für die Form B oder C entscheiden, diese wird aber eher selten angeboten und ist für den industriellen, professionellen Betrieb nicht vorgesehen.

Die Schnittschutzklasse sollte ebenfalls ganz oben auf der Prioritätenliste beim Kauf einer Schnittschutzhose stehen.

Die europäische Norm EN 381-5 gibt an, welchen Schnittgeschwindigkeiten die Hose standhält.

  • Klasse 0: 16 m/s
  • Klasse 1: 20 m/s (Gängige Norm)
  • Klasse 2: 24 m/s
  • Klasse 3: 28 m/s

Wie wird Schnittschutzkleidung Fachgerecht gepflegt?

Die richtige Pflege von Schnittschutzkleidung entscheidet mitunter über die Lebensdauer der Bekleidung. Dabei gilt: Häufiges Waschen kann die Wirkung der Schnittschutzkleidung herabsetzen und ist nicht gleichzusetzen mit guter Pflege. Sprich, häufig Waschen muss nicht sein!  Doch was beeinträchtigt die Funktion des Schnittschutzes überhaupt? Grund können beispielsweise Harze bei der Arbeit im Wald sein. Diese sind teilweise sehr aggressiv und setzen sich gerne an der Kleidung, insbesondere der Schuhe fest und machen das Material brüchig und porös.

Unser ganz persönlicher Schnittschutzhose Test 2016

Wir setzen uns schon seit einigen Jahren mit dem Thema Sicherheit während dem Arbeiten mit einer Kettensäge auseinander. Dabei konnten wir teilweise auch eigene Erfahrungen sammeln. In einigen Foren sind wir sehr Aktiv unterwegs und tauchen uns regelmäßig über verschiedene Schnittschutzhosen, Jacken oder Stiefel mit anderen Forstarbeiten aus, die ebenso Erfahrungen sammeln konnten. Aber auch Kundenrezesionen von Online-Shop’s berücksichtigen wir in unserem Schnittschutzhosen Test. So erhoffen wir uns natürlich dir die beste Empfehlung abgeben zu können. Natürlich liegt es uns auch persönlich am Herzen, Ihnen die möglichen Gefahren, trotz Schnittschutzkleidung, näher zu bringen. Deshalb: Sägen Sie niemals ohne Schnittschutzhose oder Schnittschutzstiefel.

Auch wenn man einen Unfall nicht immer zu hundert Prozent vermeiden kann, so garantiert die Schnittschutzkleidung doch ein viel geringeres Unfallrisiko. Prozentual werden die häufigsten, üblichen Unfälle so sehr abgemildert, dass nichts weiter passiert. Sollte die Schnittschutzausrüstung doch einmal Schäden davon tragen, so ist diese umgehend auszutauschen und nicht weiter zu verwenden oder gar zu reparieren 🙂  ! .

Weiterführende Informationen: